{"id":35,"date":"2019-07-10T07:25:03","date_gmt":"2019-07-10T07:25:03","guid":{"rendered":"http:\/\/gabrielenordmann.de\/?page_id=35"},"modified":"2024-06-14T15:19:42","modified_gmt":"2024-06-14T15:19:42","slug":"koma-sht","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/gabrielenordmann.de\/?page_id=35","title":{"rendered":"Koma &#8211; SHT"},"content":{"rendered":"\n<p>Nach meiner Middendorf-Ausbildung habe ich Anfang der 1990er Jahre begonnen, mit Patienten im Wachkoma zu arbeiten. Meine H\u00e4nde waren damals noch relativ unbewu\u00dft, aber ich war mir sicher, dass ich \u00fcber den Atem einen Zugang finden w\u00fcrde.<br>Menschen im Koma geht ihre Identit\u00e4t verloren, sie finden sich nicht mehr zurecht in der Umwelt, f\u00fchlen sich verloren in Zeit und Raum. An dieser gest\u00f6rten Wahrnehmung setze ich mit meiner Arbeit an. \u00dcber Atem und Ber\u00fchrung ist es m\u00f6glich, mit dem Betroffenen in Kontakt  zu treten. Ihm zu signalisieren: Ich bin hier im Au\u00dfen, die Ber\u00fchrung meiner H\u00e4nde mit Deinem  K\u00f6rper ist die Grenze zwischen Deinem Innenleben und der Au\u00dfenwelt. Durch Ber\u00fchrung und  die gleichzeitige Ansprache des Atems geht etwas  unter die Haut und spricht das emotionale K\u00f6rperged\u00e4chtnis eines Menschen direkt an. Der Patient kann sich und seine Grenzen wieder  sp\u00fcren, da der Atem es erm\u00f6glicht, gleichzeitig die inneren R\u00e4ume und die kn\u00f6chernen Struk turen zu sp\u00fcren sowie direkt und reflektorisch den gesamten Organismus bis an die K\u00f6rperw\u00e4nde  zu erreichen. Die Wahrnehmung f\u00fcr sich und seine Umwelt kann wieder wachsen.<\/p>\n\n\n\n<p>Zusammen mit einer Kollegin und Freundin, die seinerzeit im Therapiezentrum Burgau t\u00e4tig gewesen ist, habe ich Fortbildungen f\u00fcr Pflegende in Reha-Kliniken, Akutkrankenh\u00e4usern und Altenheimen (Artikel in &#8222;Wachkoma&#8220; 12 \/ 99) angeleitet. Aus jahrelanger Praxiserfahrung und Zusammenarbeit haben wir ein Konzept entwickelt, in dem  Theorie, praktisches \u00dcben und Selbsterfahrung miteinander kombiniert werden. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach meiner Middendorf-Ausbildung habe ich Anfang der 1990er Jahre begonnen, mit Patienten im Wachkoma zu arbeiten. Meine H\u00e4nde waren damals noch relativ unbewu\u00dft, aber ich war mir sicher, dass ich \u00fcber den Atem einen Zugang finden w\u00fcrde.Menschen im Koma geht ihre Identit\u00e4t verloren, sie finden sich nicht mehr zurecht in der Umwelt, f\u00fchlen sich verloren [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/gabrielenordmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/35"}],"collection":[{"href":"http:\/\/gabrielenordmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"http:\/\/gabrielenordmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/gabrielenordmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/gabrielenordmann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=35"}],"version-history":[{"count":7,"href":"http:\/\/gabrielenordmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/35\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":302,"href":"http:\/\/gabrielenordmann.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/35\/revisions\/302"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/gabrielenordmann.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=35"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}