Koma - SHT
Bei Menschen im Koma muß davon ausgegangen werden, dass ihnen ihre Identität verloren geht, dass sie gar keine oder keine klare Wahrnehmung mehr haben. Sie finden sich nicht mehr zurecht in der Umwelt, fühlen sich verloren in Zeit und Raum.
An dieser gestörten Wahrnehmung setze ich mit meiner Arbeit an. Über die von mir gewählte Form der Begegnung (Atem und Berührung) ist es möglich, mit dem Betroffenen in Kontakt zu treten. Ihm zu signalisieren: Ich bin hier im Außen, die Berührung meiner Hände mit Deinem Körper ist die Grenze zwischen Deinem Innenleben und der Außenwelt. Durch Berührung und die gleichzeitige Ansprache des Atems geht etwas unter die Haut und spricht das emotionale Körpergedächtnis eines Menschen direkt an. Der Patient kann sich und seine Grenzen wieder spüren, da der Atem es ermöglicht, gleichzeitig die inneren Räume und die knöchernen Struk- turen zu spüren sowie direkt und reflektorisch den gesamten Organismus bis an die Körperwän- de zu erreichen. Die Wahrnehmung für sich und seine Umwelt kann wieder wachsen.
Angehörige, für die diese neue, ungewohnte Situation oft schwierig ist, unterstütze ich in allen Fragen und Problemen. Ich mache Hausbesuche und vermittle ihnen Grundlagen meiner Arbeit, um die Hilflosigkeit, die sich oftmals im direkten Kontakt mit dem Betroffenen ausbreitet, zu überwinden.
Seit 1996 leite ich zusammen mit einer Kollegin und Freundin, die viele Jahre im Therapiezentrum Burgau tätig gewesen ist, Fortbildungen für Pflegende in Reha-Kliniken, Akutkrankenhäusern und Altenheimen (siehe Website SAGA Berlin / Burgau; Artikel in "Wachkoma" 12 / 99).
Aus jahrelanger Praxiserfahrung und Zusammenarbeit haben wir ein Konzept entwickelt, in dem Theorie, praktisches Üben und Selbsterfahrung miteinander kombiniert werden. Auf die Bedürf- nisse der MitarbeiterInnen abgestimmt bieten wir 3 - bis 5 - Tages - Seminare vor Ort an.
Inhalte unserer Seminare sind u.a.
  • Symptome und Bedeutung einer Schädel - Hirn - Verletzung
  • Ansatzmöglichkeiten in der Arbeit mit PatientInnen
  • Analyse normaler Bewegung
  • Lagerung, Bewegen im Bett, Transfer
  • Atemarbeit mit PatientInnen
  • Wahrnehmungsschulung
  • Kontaktaufnahme
  • Berührungsqualitäten
  • Körperpflege, Schluckstörungen
HOME   VITA   ATEMTHERAPIE   NLP   ENERGETISCHE VERJÜNGUNG   BACH BLÜTEN
    
© 05/2001 by Gabriele Nordmann